Amazon Echo – Dank Alexa hören wir jetzt mehr Musik

Da ich ein absoluter Amazon-Fan bin und schon seit Beginn des Abo-Dienstes „Amazon Prime“ die Vorzüge des kostenlosen Versands und des Streaming-TV mein Eigen nenne, war es für mich schon eine Selbstverständlichkeit ein Amazon Echo und die kleinere Ausgabe, den Amazon Dot, vorzubestellen. Zur Zeit können diese Produkte nur über Einladungen bestellt werden und ich war froh, dass ich mit einer der ersten Tester seien konnte.  Sicherlich bin ich damals mit dem Amazon Fire Phone auf die Nase gefallen, aber ich finde es, trotz traurigem Amazon App Store eigentlich ganz schick gemacht. Aber jetzt zu den neuen Produkten von Amazon und zu dem Erfolg der Sprachsteuerung.

Was ist überhaupt Amazon Echo?

Amazon Echo ist ein Gerät, welches über die Sprache bedient wird. Das ist hinsichtlich der Konkurrenzprodukten Cortana, Siri und Google Now erst einmal nichts Neues. Die KI von Amazon Echo heißt Alexa und kommt als Echo in Form einer Lautsprecher-Säule ins Haus. Alexa lässt sich also per Sprache steuern und bietet z.B. Amazon Prime Kunden eine große Auswahl an Radiosendern und Musikstücken über Amazon Music. Aber nicht nur das. Auch Wettervorhersagen, Nachrichten, Termineintragungen und -abfragen sowie das Vorlesen gekaufter Hörbücher ist bereits möglich. Auch das Steuern von Smart-Home Geräten ist bereits mit einer Reihe von Produkten umsetzbar. Durch weitere Skills lässt sich die Funktionalität von Alexa erweitern.

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Die Hardware-Ausstattung

Wie bereits erwähnt kommt Alexa als Echo-Variante in Form einer ca. 23 cm hohen Lautsprechersäule ins Haus. Sie hat ungefähr eine Gewicht von knapp über einen Kilo, verfügt über eine WLAN-(802.11a/b/g/n) und Bluetooth-Verbindung. Die Funktionalität von Amazon Echo setzt eine Verbindung ins Internet voraus. Verbaut wurden ein 63 mm-Woofer für tiefe Basstöne und ein 50mm Hochtonlautsprecher für die höheren Tonlagen. Die Lautstärke reicht von einer Skala von 1 – 10, wobei bei höchster Lautstärke schon ordentlich Krach erzeugt wird. Sicherlich kommt die Ton- und Bassqualität nicht an einer modernen Musikanlage heran, aber für mich reicht es vorläufig völlig aus. Mit einem Preis von ca. 179 Euro ist der Amazon Echo gerade noch im annehmbaren Bereich.

Die kleinere Variante des Amazon Echo ist der Amazon Dot, der für ca. 59,- Euro zu haben ist. Der Dot sieht eher aus wie ein etwas dickerer Eishockey Puck mit einer Größe von ca. 8 cm und einem Gewicht von 163 Gramm. Während Amazon Echo in unserem Wohnzimmer steht, hat der Dot seinen Platz in der Küche gefunden. Der Amazon Dot hat im Grunde genommen die gleiche Funktionalität wie der Echo,  verfügt jedoch nicht über die gleiche Klangqualität und ist daher eher für kleinere Räume gedacht.  Der Dot hat aber noch einen 3,5 mm Stereoaudioausgang für externe Lautsprecher.

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Die erste Einrichtung

Amazon Echo sowie der Amazon Dot lassen sich aus meiner Sicht einfach einrichten. Nachdem beide Geräte an das Stromnetz angeschlossen wurden, melden sie, dass sie nicht mit dem WLAN verbunden sind. Über eine Setup-Taste werden die Geräte in einen Einrichtungsmodus gebracht und lassen sich per Handy-App (Fire OS, iOS, Android) einrichten. Über diese App können WLAN Verbindungen konfiguriert, Gerätenamen vergeben oder neue Skills aktiviert werden. Innerhalb weniger Minuten war die Einrichtung abgeschlossen. Die App gibt auch aus, welche Befehle man per Sprache abgesetzt hat.

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Was kann das neue Familienmitglied

Kinder sind schnell begeisterungsfähig und auch die besten Tester. Sie haben Alexa tausende von Fragen gestellt. Zwar blieb sie ruhig und gelassen, konnte jedoch eine Vielzahl der Fragen nicht beantworten. Dabei hat sich auch einen amüsanten Charme, der ihr eine gewisse Persönlichkeit gibt. Bei uns Zuhause wird auf jeden Fall nun mehr Musik gehört. „Alexa, spiele deutsche Pop Musik“, „Alexa, spiele … von …“ usw. Das geht eigentlich den ganzen Tag so. Alexa bringt also Musik ins Haus, zumindest wenn man schon mal Prime Kunde ist und bereits über einige Playlists in Amazon Music verfügen kann. Auch die Anbieter TuneIn und Spotify werden unterstützt. Auch Hörbücher, wie die von John Sinclair oder Bibi Blocksberg, findet man als Prime Kunde vor. Alles was darüber hinaus geht, muss entweder gekauft oder über ein weiteres Hörbuch-Abo wie Audible abonniert werden. Dies verführt natürlich zum Kauf von Amazon Produkten.

Ich selbst nutze Alexa z.B. für ganz andere Dinge. Bei „Alexa, Guten Morgen“ werde ich begrüßt und bekomme dazu noch ein paar geschichtliche Informationen zu dem Tag präsentiert. „Alexa, was gibt es Neues“ fragt meine ausgewählten Nachrichten-Skills ab. „Alexa, wie wird das Wetter heute?“ oder „Alexa, was steht in meinem Kalender“ braucht man ja nicht zu erklären. Alexa lässt sich also konfigurieren, doch wie ist das bei mehreren Personen im Haushalt? Man hat die Möglichkeit für jede Person im Haushalt ein eigenes Profil anzulegen, dass mit eigenen Konten wie z.B. einen Google Kalender verknüpft ist. Dieses lässt sich über die Sprache auswählen. Bei Amazon Prime Music wird es jedoch schwierig. Hier werden leider die Titel nicht für andere Profile bereitgestellt, was ich sehr schade finde.

Ich prüfe Alexa fast täglich auf neue Skills. Ich muss sagen, da ist schon viel Schrott zusammengekommen und die Bewertungen sprechen bei den Skills für sich. Doch hin und wieder findet man ein paar nützliche Erweiterungen. Chefkoch.de funktioniert jetzt wieder sehr gut und gibt Rezepte wieder oder setzt die Zutaten auf eine Einkaufsliste in der Alexa App. Toralarm informiert mich über bestimmte Fußballergebnisse. Meine Kinder üben das Kopfrechnen in verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Auch Bestellungen sind möglich, die ich aber per App aus Sicherheitsgründen deaktiviert habe. Man merkt schnell, dass Alexa noch am Anfang steht und noch nicht über ein breites Spektrum an Skills verfügt. Ich hoffe, dass hier zeitnah ein paar findige Entwickler neue Funktionalitäten wie z.B. das Vorlesen von ganzen Wikipedia-Einträgen ermöglichen. Hinsichtlich Smart Home konnte ich noch nichts testen, werde dies aber zeitnah nachholen.

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Big Brother hört mit, oder nicht?

Das waren am Anfang die größten Bedenken. Wer unter Verfolgungswahn leidet, sollte sich Alexa nicht ins Haus holen. Denn es steht schließlich ein Mikrofon im Haus und Amazon als Hersteller hätte die Möglichkeit, die Begehren oder andere Informationen abzuhören. Man muss hier über seinen eigenen Schatten springen. Die Zukunft gehört der Sprachsteuerung und sie wird den Weg in unseren Alltag finden. Mikrofone am Notebook, an den PCs, im Auto sind keine Seltenheit mehr. Das Mikrofon lässt sich augenscheinlich über eine Taste am Amazone Echo und am Dot abstellen. Auch haben verschieden Labore bestätigt, dass nur Befehle in die Cloud übertragen werden, wenn man das Stichwort „Alexa…“ sagt. Ansonsten übertrugen die Geräte keine Informationen weiter. Aber sicher kann man sich nie sein.

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Fazit

Für mich ist Amazon Echo bzw. Dot in Verbindung mit der Alexa-Sprachassistentin eine moderne Art schnell Informationen abzuholen oder Musik zu hören. Durch die einfach und sehr gute Sprachbedienung, auch bei größerer Geräuschkulisse, lassen sich die Geräte vorbildlich bedienen. Wir möchte Alexa nicht mehr missen, denn sowohl die Kinder wie auch wir Erwachsenen finden unser neues Familienmitglied sehr nützlich. Der Erfolg von Alexa hängt jedoch von der Entwicklung weiterer Skills ab. Um so mehr Informationen und Steuerungsmöglichkeiten entwickelt werden, um so besser werden diese Geräte in den Haushalt integriert und der täglichen Nutzung beansprucht. Ich werde auf diesen Blog weitere Neuigkeiten und Artikel über Alexa und den Amazon Geräten posten und Euch auf dem Laufenden halten.

Amazon Echo (Alexa)

Euro179
Amazon Echo (Alexa)
8.75

Qualität

9/10

    Funktionalität

    9/10

      Nutzen

      9/10

        Trendbarometer

        9/10

          Pros

          • schönes Design
          • annehmbarer Klang
          • Erweiterungsfähigkeit
          • Spracherkennung
          • Profilsteuerung

          Cons

          • wenig bzw. schlechte Zusatz-Skills
          • Profile haben kein Zugriff Musikkonto
          • kein Stand-By Modus

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